Glaube und Gesundheit
Dogmatische Religiosität und ihre Folgen

Cham
Weder Jude, Christ noch Moslem

Kritik am Judaismus


  1. Begriffe
    1. 1.1. Judaismus
    2. 1.2. Judentum
    3. 1.3. Antisemitismus
    4. 1.4. Antijudaismus
    5. 1.5. Judaismuskritik
  2. Wechselwirkung judaistischer Glaubensformen
  3. Die judaistischen Kernideen
  4. Verwandtschaften
  5. Kritik am Judaismus

Antijudaismus und Antisemitismus sind Begleiterscheinungen judaistisch geprägter Kulturkreise. Sie gehen als logische Folgen aus dem judaistischen Gedankengut hervor. Nur der, dem es gelingt, sich aus der Prägung durch solche Ideen zu lösen, kann glaubhaft eine Kritik am Judaismus üben, die ihn ebenso grundlegend zurückweist, wie sie alle Menschen, ungeachtet ihrer Rasse, Herkunft und Prägung ohne Abstrich als Menschen annimmt.

Auch der Nationalsozialismus folgt judaistischen Denkmustern. Daher ist niemand, der eine judaistisch geprägte Weltanschauung zu seiner Richtschnur wählt, in der Lage, ihn glaubhaft zu kritisieren.

1. Begriffe

Bei der Diskussion über die judaistische Weltanschauung und ihre Bewertung droht der nüchterne Verstand auf der Strecke zu bleiben. Dadurch kommt es zur unklaren Anwendung bestimmter Begriffe. So macht es Sinn, fünf davon zunächst zu definieren:

1.1. Judaismus

Unter dem Begriff Judaismus wird hier ein Komplex weltanschau­licher Lehrsätze und begleitender Realitätsdeutungen verstanden, die - basierend auf den Darstellungen des Alten Testaments - die theologische Grundlage der orthodoxen jüdischen Glaubensge­meinschaft bilden.

1.2. Judentum

Der Begriff Judentum kann auf zwei verschiedene Arten verstanden werden:

  1. Als Synonym für die judaistische Weltanschauung; also analog zum Begriff Christentum.
  2. Zur Bezeichnung der Gemeinschaft jener, die unter dem dominierenden Einfluss der judaistischen Weltanschauung leben oder lebten; also analog zum Begriff Christenheit.
1.3. Antisemitismus

Der Begriff Antisemitismus enthält den Namen eines der Söhne Noahs: den des mythologischen Sem, der laut Bibel Urvater der semitischen Völker ist. Die angebliche Vaterschaft Sems begründet einen genetisch-biologischen Zusammenhang. Antisemitismus ist eine Weltauschauung, die Menschen semitischen Ursprungs wegen angeblich minderwertiger Rassemerkmale ablehnt.

Da es für eine rassische Minderwertigkeit der Juden ebensowenig Hinweise gibt wie für eine Minderwertigkeit anderer Völker, ist der Antisemitismus als verwerflich zu erkennen. Er ist das Resultat pathologischer Abwehrmecha­nismen, die, oft hinter der Fassade biederer Normalität, mit einer schwer­wiegenden Psychopathologie in Verbindung stehen. Oder es handelt sich um bloßes Mitläufertum psychisch unreifer, ungebildeter oder unreflektierter Personen.

Zu den antisemitischen Trugbildern gehört die Vorstellung von einer "jüdischen Weltverschwörung". Eine solche Verschwörung gibt es nicht; und es hat sie auch niemals gegeben.

1.4. Antijudaismus

Der Begriff Antijudaismus kann ebenfalls auf zwei Arten verstanden werden:

  1. Als weltanschauliche Position, die das Weltbild des Judaismus nachhaltig ablehnt; also als konsequente Kritik am judaistischen Weltbild.
  2. In Analogie zum Antisemitismus; wenn man den Begriff Juda nämlich nicht auf die Weltanschauung, sondern auf den hebräischen Stamm Juda bezieht, auf den gemäß biblischer Überlieferung die Verheißung Moses' vom Endsieg Israels überging, nachdem der Großteil der hebräischen Stämme 722 vor Christus aus der - ab dann besser jüdisch zu nennenden Schicksals­gemeinschaft - ausgeschieden war.

Wegen der Doppeldeutigkeit des Begriffs scheint es sinnvoll, ihn nicht analog zu den Begriffen Antikommunismus oder Antifaschismus zu verwenden.

1.5. Judaismuskritik

Der Begriff Judaismuskritik kann in Analogie zum Begriff Religionskritik verstanden werden. Wird der Begriff richtig gebraucht, ist sichergestellt, dass sich die formulierte Kritik nicht gegen biologisch-rassische Kriterien wendet, sondern ausschließlich gegen weltanschauliche Positionen.

Eine politische Religion ist eine Weltanschauung, die nicht den Bezug des Einzelnen zum Absoluten in den Mittelpunkt stellt, sondern seinen Bezug zur Heilsgemeinschaft und der sozialen Außenwelt.

Judaismus versteht sich als politische Religion. Er will nicht nur die Rolle der Juden bestimmen. Er beansprucht das Recht, auch über Schicksal und Existenzbedingungen anderer Völker zu entscheiden. Daher ist eine kritische Betrachtung der jüdischen Weltanschauung durch Nicht-Juden folgerichtig. Judaismus ist keine innere Angelegenheit der Juden. Er formuliert eine politische Zielsetzung, die Nicht-Juden nachhaltig betrifft.

Da das Endziel des Judaismus für Nicht-Juden nachteilig ist, wird eine reflektierte Bewertung des Judaismus durch Nicht-Juden in der Regel kritisch sein; zumindest, wenn die Problematik von dem, der sie beurteilt, umfassend betrachtet wird.

2. Wechselwirkung judaistischer Glaubenformen

Die weltanschauliche Nähe des Christentums und des Islams zum Judaismus ist so eng, dass es wesentlich zum Verständis beiträgt, beide als reformierte Varianten des Judaismus aufzufassen. Der einzig wesentliche Unterschied liegt in der Definition der Heilsgemeinschaft.

Es ist kein Zufall, dass die Bibel mit der Genesis, also der Beschreibung genetischer Verbindungen und Unterschiede zwischen Volksgruppen beginnt. Und es ist auch kein Zufall, dass Rassismus gegen niemanden sonst so beharrlich aufflammt, wie gegen Juden. Es liegt daran, dass sich der Judaismus selbst als Rassenlehre definiert hat.

Das weltanschauliche Fundament des Christentums ist judaistisch. Aus politischen Gründen hat das Christentum aber stets die Unterschiede betont. Auch diese Neigung ist judaistisch, denn die Kernidee des Judaismus kreist nicht um das Gemeinsame des Menschseins und dessen Beziehung zu Gott. Sie beruht auf der Betonung von Unterschieden und asymmetrischen Verhältnissen zwischen Menschengruppen, die durch diese Unterschiede angeblich gottgewollt festgeschrieben sind.

Der europäische Antijudaismus entstand durch die Wechselwirkung zwischen Christen- und Judentum. Sein Aufkommen entspringt der Logik der judaistischen Ideen. Da der klassische Judaismus seine Weltdeutung eng an ethnisch-genetische Zusammenhänge gebunden hat, verschmolz die ideologische Abgrenzung im christlichen Kulturkreis mit der rassischen. Es entstand ein Gemenge aus rassistisch und religiös motivierter Ablehnung der Juden durch Christen.

In der Neuzeit rückten im Gefolge der Wissenschaften biologistische Pseudo-Erkenntnisse über angeblich genetische Wertunterschiede zwischen den Rassen in den Vordergrund. Aus Antijudaismus wurde Antisemitismus.

Im Gegensatz zum ursprünglichen Antijudaismus des Christentums ist der Antisemitismus noch feindseliger. Während ein antijudaistischer Christ seinen Judenhass in der Regel aufgab, sobald sich ein Jude taufen ließ, ist der Hass des reinen Antisemiten dadurch nicht aufzuhalten.

Auch das Fundament des Islam ist judaistisch. Da der Koran die Texte des klassischen Judaismus aber nur am Rande erwähnt (Die Thora ist zwar in der Bibel enthalten, aber nicht im Koran.) wurden der islamischen Welt die judaistischen Ansprüche niemals so drastisch vor Augen geführt wie der Christenheit. Dem entsprechend war die Ablehnung des Judentums dort weit weniger paranoid als im Abendland.

Von ihrer theologischen Grundstruktur ist sowohl das Christentum als auch der Islam im vollgültigen Sinne judaistisch. Beide behaupten, im Alleinbesitz göttlich vermittelter Wahrheit zu sein und beide folgen dem politischen Vorsatz, Andersdenkende zu unterdrücken. Zwischen dem klassischen Judaismus und seinen beiden Abwandlungen besteht nur ein wesentlicher Unterschied:

Im Gegensatz zum klassischen Judentum definieren Christentum und Islam das Heilsvolk nicht ethnisch. Während man zum Juden geboren wird, muss man in die Heilsgemeinschaft des Christentums erst aufgenommen werden. Dies geschieht durch die Taufe. Nach der Aufnahme wird man jedoch, ebenso wie ein Jude, so umfassend wie möglich im Sinne der herrschenden Weltanschauung geprägt.

3. Die judaistischen Kernideen

Die judaistische Weltanschauung wird durch die Thora überliefert. Wichtige Erweiterungen erfuhr sie durch die sogenannten prophetischen Schriften, die den fünf Büchern Moses' im Alten Testament folgen. Die Kernideen des judaistischen Weltbildes sind folgende:

Nachdem die Erfüllung der mosaischen Verheißung ausblieb, formulierte der Judaismus eine weitere Idee. Auf ihr beruht sowohl der Fortbestand des modernen Judaismus als auch das Selbstverständnis des Christentums.

Der Judaismus behauptet, dass dieser Führer erst kommt. Das Christentum sagt, dass er in der Person Jesu wiederkehren wird.

4. Verwandtschaften

Die judaistische Weltanschauung hat weitreichend Folgen gehabt. Die gesamte Struktur der aktuellen Weltordnung wird nachhaltig von den Auswirkungen der judaistischen Theologie mitbestimmt. Die ideologischen Grundlagen folgender Gruppierungen wurzeln im Judaismus:

Kommunismus und Nationalsozialismus sind aus der Ideenwelt des christlichen Abendlandes hervorgegangen. Er ist daher folgerichtig, dass ihre Denkstrukturen mit traditionell judaistischen Sichtweisen verwoben sind.

Der Kommunismus ist quasi-religiös. Er entwirft ein prophetisch verkündetes Heilsziel. Der Weg dorthin führt durch dogmatische Treue zum Partei­programm und über die Vernichtung kollektiver Feinde in einem Endkampf: der Weltrevolution. Über die rechtgläubige Auslegung des Parteiprogramms wird intern ebenso wie zwischen den klassischen Offenbarungsreligionen bis aufs Blut gestritten. Nach der Weltrevolution lebt die Heilsgemeinschaft, nämlich die proletarische Klasse, unter der diktatorischen Regentschaft ihrer Avantgarde in einem Arbeiter-und-Bauern-Paradies. So wie der Endsieg des judaistischen Glaubens ist auch der Endsieg des Kommunismus angeblich gottgewollt. Statt Gott als Person zu beschreiben, beschreibt der Kommunismus ihn als vermeintlich historische Gesetzmäßigkeit.

Im Gegensatz zu Christentum und Islam verlegen Kommunismus und Nationalsozialismus des Heilsziel zurück ins Diesseits: dorthin, wo es auch laut klassischem Judaismus liegt.

Noch näher ist die Verwandtschaft zwischen klassischem Judaismus und Nationalsozialismus. Während die übrigen Abwandlungen die genetische Verknüpfung von Heilsrecht und Abstammung beiseite lassen, greift sie der Nationalsozialismus wieder auf. Dieser Rückgriff macht den Nationalsozialismus reaktionär. Im Nationalsozialismus reagiert die Weltangst seiner Vertreter durch die rückwarts gerichtete Flucht in die vermeintliche Sicherheit völkischer Enge.

Analog zur judaistischen Theorie, dass das auserwählte Volk beauftragt ist, gottverhasste Fremdvölker, vor allem die Kanaaniter, und Frevler in den eigenen Reihen zu vernichten, erträumte sich der National­sozialismus eine paradiesische Zukunft für ein neues Herrenvolk: die Deutschen. Allerdings musste auch diese Zukunft erst durch Völkermord, vor allem an den Juden, und die Vernichtung der Andersdenkenden verdient werden. Bei der Verbreitung seiner entsetzlichen Lehre bezog sich Hitler ungezählte Male auf "den Allmächtigen". Er beschrieb sich als Werkzeug der "Vorsehung".

5. Kritik am Judaismus

Judaistische Glaubensgemeinschaften haben viele Anhänger. Diese Anhänger bewerten ihre weltanschauliche Ausrichtung meist hoch. Die judaistischen Weltanschauungen selbst propagieren sogar einen unangreifbaren Wert ihrer Lehrsätze. Ihre als "heilig" bezeichneten Texte fordern Anhänger unverhohlen dazu auf, Kritiker, Unbotmäßige oder Andersdenkende umzubringen. Den Aufruf zum "religiös" rechtfertigten Mord haben alle großen Weltauschau­ungen übernommen, die sich am Gedankengut des klassischen Judaismus bedienten.

Es gehört zu den logischen Folgen judaistisch geprägter Strömungen, sich gegenseitig zu bekämpfen. Judentum, Christentum, Islam, Kommunismus und Nationalsozialismus tun und taten das mit Leidenschaft. Die Menschheit hat unter ihren Kämpfen viel gelitten, auch und vor allem jene, die sich nicht aus freien Stücken einer judaistischen Gruppe anschlossen, sondern mit Gewalt dazu gezwungen wurden.

Macht euch die Erde untertan. So heißt es in der Bibel. Alle judaistischen Gruppen sind folgerichtig expansiv. Als Folge ihrer Aggression haben sie sich über die Erde verbreitet. Trotzdem ist es ihnen nicht gelungen, alle Menschen vom Wert ihrer Sichtweisen zu überzeugen.

Aus der Sicht derer, die in keiner judaistischen Variante eine Heimat sehen, kann eine Kritik am Judaismus formuliert werden, die zweierlei ist: grundsätzlich und zugleich argumentativ gegen alle Versuche der Gegenseite gewappnet, sie als antisemitisch oder antijudaistisch abzutun.

Kritische Thesen über den Judaismus und seine Abwandlungen
  1. Judaistische Weltanschauungen sind pseudo-religiös. Ihre Theologie beruht auf Behauptungen, für deren Wahrheitsgehalt es keine Beweise gibt. Statt Menschen zu selbständigem Denken zu ermutigen, drängen sie ihm Regeln auf, deren Wert fragwürdig ist. Rituelle Regeln können dem Einzelnen Sicherheit bieten. Sie können darüber hinaus gesellschaftliche Strukturen festigen. Die Zuweisung einer religiösen Bedeutung an spezifische Rituale ist aber auch eine Ursache von Knechtschaft und Hass.

  2. Die Theologie des Judaismus ist spaltend. Sie betont den Unterschied zwischen Menschen und Völkern. Das Gemeinsame des Menschseins ordnet sie dem Gehorsam gegenüber einer abgegrenzten Heilsgemeinschaft unter. Dadurch stört sie das Zusammenleben in gegenseitigem Respekt. Sie ist ein exemplarisches Modell für nationalistische Weltanschauungen. Sie schadet dadurch nicht nur echter Religiosität, sondern erhöht auch das Aggressionspotenzial zwischen Völkern.

  3. Obwohl die Abwegigkeit der judaistischen Heilserwartung längst erkennbar ist, halten seinen Vertreter mutwillig an seinen Aussagen fest. Ihren Verstoß gegen den redlichen Umgang mit Wahrheit nennen sie Glaube. Mit ihrer Überschätzung des Glaubens erklären sie die Missachtung der Wahrheit zur Tugend.

  4. Durch die Verherrlichung des Glaubens richten judaistische Weltanschauungen Schaden an. Zum einen führen sie das Denken des Einzelnen in die Irre. Sie stören dessen Ausrichtung an überprüfbarer Wirklichkeit und tragen dadurch zu seelischem Leiden bei. Zum anderen ist ihre Verachtung der Wahrheit ein schädliches Vorbild. Es ermutigt andere, ebenfalls verächtlich mit Wahrheit umzugehen. In einer Welt, in der die Völker darauf angewiesen sind, mehr und mehr aufeinander zuzugehen, ist ein redlicher Umgang mit Wahrheit unumgänglich. Wer dagegen verstößt, wer die Wahrheit der Willkür des Glaubens überlässt, macht sich für Grausamkeiten mitverantwortlich, die dem Konflikt zwischen willkürlichen Wahrheitsdeutungen entspringen.

  5. Christen- und Judentum hoffen auf die Ankunft bzw. Wiederkehr eines messianischen Führers. Dieser soll einen apokalyptischen Krieg entfesseln, der alle Andersdenkenden vernichtet oder versklavt. Glaubensgemeinschaften, die durch Gebete oder Rituale ein solches Ereignis herbeiführen wollen, können nicht als gemeinnützig angesehen werden.

  6. Eine Grundhaltung, die die judaistische Weltanschauung ablehnt, ist politisch korrekt. Sie ist aber nur dann politisch korrekt, wenn sie alle Formen und Abwandlungen des Judaismus in gleichem Maße zurückweist. Eine glaubhafte Kritik des Judaismus durch Moslems oder Christen ist nicht möglich.